kapitel1

 


  Kapitel1: Die Weisse Eule     

 

Niemand sah die Eule - weiss im Mondlicht, schwarz vor dem Glanz der Sterne. Niemand hörte sie, als sie auf schweigenden Samtschwingen dahinglitt. Aber die Eule sah und hörte alles.

Sie liess sich in einem Baum nieder, die Krallen um einen Zweig gehakt und starrte auf das Mädchen hinab, das am Rand der Lichtung erschien. Der Wind stöhnte, bewegte den Zweig und jagte schwere Wolken über den Abendhimmel. Er liess das Haar des Mädchens flattern, und die Eule beobachtete es mit runden, dunklen Augen.

Langsam ging das Mädchen von den Bäumen zur Mitte der Lichtung, wo ein Teich schimmerte. Langsam hob es die Arme und drehte die Handflächen nach oben. Jeder Schritt führte es näher zu seinem Ziel. Wieder seufzte der Wind in den Ästen, presste den Umhang an die schmale Gestalt, und das Haar umwehte das Gesicht mit den grossen Augen. Die Lippen waren leicht geöffnet.

"Gib mir das Kind", sagte Sarah. Ihre Stimme klang leise, aber entschlossen und zeugte von dem Mut, den ihr Vorhaben erforderte. Sie blieb stehen, die Arme immer noch ausgestreckt. "Gieb mirdas Kind", wiederholte sie. " Ich musste unbeschreiblichen Gefahren trotzen und zahllose Plagen auf mich nehmen, um mir  den Weg zu diesem Schloss jenseits der Koboldstadt zu erkämpfen und das Kind zurückzuholen, das du gestohlen hast."

Sie biss sich auf die Unterlippe und fuhr fort. "Mein Wille ist so stark wie der deine- und mein Königreich so gross..."

Sie kniff die Augen zusammen. Donnerschläge grollten, die Eule blinzelte.
"Mein Wille ist so stark wie der deiner. "Nun sprach Sarah noch eindringlicher,. "Und mein Königreich so gross..." Sie runzelte die Stirn und liess die Schultern hängen. "Oh verdammt", murmelte sie, griff unterden Umhang und zog ein Buch hervor. Sein Titel lautete DAS LABYRINTH. Sie schlug es auf und las laut daraus vor. Im schwachen Licht fiel es ihr schwer, die Worte zu eintziffern. "Du hast keine Macht über mich..."

Weiter kam sie nicht. Ohrenbeteubender Donner krachte, diesmal ganz in der Nähe, und sie zuckte zusammen. Der Lärm alamierte auch einen grossen, zottigen Schäferhund, dem es nichts ausgemach hatte, am Teich zu sitzen und sich Sarahs Wünschen zu fügen. Aber nun entschied er, dass es an der Zeit war, nach Hause zu gehen, und das gab er ihr mit schrillem Gekläffe zu verstehen.

Sarah zog das Cape eng um sich. Es spendete ihr keine Wärme, denn es war nur ein alter abgeschnittener Vorhang, am Hals von einer Glasbrosche zusammengehalten. Sie ignorierte Merlin, den Schäferhund und richtete ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Zeilen im Buch. "Du hast keine Macht über mich.", whisperte sie, schloss erneut die Augen und widerholte den Satz mehrmals.

Die Uhr über dem kleinen Pavillon im Park schlug sieben und störte Sarah in ihrer Konzentration. Sie starrte Merlin an. "Oh nein, ich kann`s nicht glauben. Es ist schon sieben, nicht wahr?"

Merlin stand auf, schüttelte sich und spürte, dass nun interessantere Ereignisse auf ihn zukamen. Sarah drehte sich um und begann zu laufen. Der Hund folgte ihr, Gewitterwolken besprühten beide mit grossen Regentropfen.

Die Eule hatte alles gesehen. Sie sass immer noch auf ihrem Zweig, als Sarah und Merlin den Park verliessen, und hatte es nicht eilig, den beiden nachzufliegen. Dies war ihre Stunde, und sie wusste, was sie wollte. Wenn eine Eule geboren wird, sind alle ihre Fragen schon beantwortet.

Während Sarah die Strasse zwischen den Ligusterhecken vor den viktorianischen Häusern hinabrannte, die so ähnlich aussahen wie ihr eigenes Heim, murmelte sie vor sich hin: "Das ist nicht fair, das ist nicht fair." Das Gemurmel hatte sich in ein Keuchen verwandelt, asl das Vaterhaus in ihr Blickfeld geriet. Auch Merlin, der auf zottigen Pfoten neben ihr hergetapt war, rang nach Luft. Seine Herrin, die normalerweise eine sanfte, träumerische Gangart bevorzugte, hatte die merkwürdige Gewohnheit, Abends in rasendem Tempo vom Prak nach Hause zu laufen.
Vielleicht hing das mit dieser Eule zusammen. Merlin war sich nich sicher. Nur eines wusste er- dass er die Eule nicht mochte.

"Es ist nich fair." Sarah war den Tränen nahe. Die ganze Welt erschien ihr nich fair oder nur selten, aber ihre Stifmutter war besonders unfair zu ihr- geradezu erbarmungslos. Da stand sie nun vor der Haustür, in ihrem grässlichen dunkelblauen Abendkleid, den Pelzmantel geöffnet, so dass der tiefe Ausschnitt und die scheussliche Halskette zu sehen waren, die so vulgär über dem sommersprossigen Busen funkelte. Und sie schaute - wie sollte es auch anders sein? - auf ihre Armbanduhr.

Sie schaute nich nur darauf, si starrt darauf, um sicherzugenen, dass ihre Stieftochter schon Schuldgefühle entwickelte, bevor sie angeklagt wurde.

Sarah blieb auf dem Weg im Vorgarten stehen und hörte ihren kleinen Bruder Toby im Haus heulen. Eigentlich war er nur ihr Halbbruder, aber so bezeichnete sie ihn nicht, seit ihre Schulfreundin Alice gefragt hatte: "Was ist denn die andere Hälfte?" und Sarah keine andere Antwort eingefallen war als: "Die Hälfte, die nichts mit mir zu tun hat."  Das war nicht gut. und es entsprach auch nicht der Wahrheit. Manchmal glaubte sie, Toby mit aller Macht beschützen zumüssen. Sie wollte ihn hübsch anziehen und auf den Armen tragen und wegbringen von all dem, zu einem besseren Ort, in eine fairere Welt, villeicht auf irgend eine Insel. Aber es gab auch Augenblicke - die war zum Beispiel einer - , wo sie Toby hasste, der zweimal so viel fürsorgliche Eltern besass wie sie. Und wann immer sie Toby hasste, machte ihr das Angst, denn dann überlegte sie, wie sie ihm weh tun könnte. Irgendwas stimmt nicht mit mir, dachte sie in solchen Momenten. Wie kann ich es darauf anlegen, jemanden zu verletzen, den ich liebe? Oder ist es falsch, jemanden zu umhätscheln, den man hasst? Sie wünschte, sie hätte einen Freund, der das Dilemma verstehen und es ihr vielleicht erklären würde, aber es gab keinen.

Ihre Schulkamaraden und - kamaradinnen würden sie für eine Hexe halten, wenn sie auch nur den Gedanken erwähnte, sie könnte Toby quälen. Und ihren Vater würde so etwas noch mehr erschrecken als Sarah selbst. Und so weihte sie niemanden in ihre Probleme ein.

Sarah stand vor ihrer Stiefmutter und warf herausfordernd ihren Kopf in den Nacken. " Tut mir leid", sagte sie in gelangweiltem Ton, um zu zeigen, dass es ihr überhaupt nicht leid tat und dass es unnötig wäre, die Sache aufzubauschen.

"Steh nicht im Regen herum! komm herein!" Die Stiefmutter trat zur Seite, um Sarah vorbeizulassen, und betrachtete wieder ihre Armbanduhr. Sarah legte grossen Wert darauf, ihre Stiefmutter niemals zu berühren und nicht einmal deren Kleider zu streifen, und so drückte sie sich mühsam am Türrahmen vorbei.
Merlin wollte ihr folgen.

"Der Hund nicht.", protestierte die Stiefmutter.
" Aber es giesst in Strömen."

Die Stiefmutter drohte dem Hund mit dem Finger. "In die Garage mit dir!", befahl sie. "Los."
Merlin sinkte den Kopf und trottete um die Hausecke. Sarah schaute ihm nach und fragte sich zum trillionstenmal, warum ihre Stiefmutter immer diese Schau abziehen musste, wenn sie abends mit Vater ausging. Sie fand das so maniert. Dies war eins von Sarahs Lieblingswörtern, seit es Jeremy, der Bühnenpartner ihrer Mutter, gebraucht hatte, um einen anderen Schauspieler zu kritisieren, der zusammen mit ihnen in einem Stück aufgetreten war.

So ein Durcheinander von himmelschreienden `Klischees`. Sarah erinnerte sich, wie Jeremy das Wort `Klischees`mit französischem Akzent betont und sie mit seiner Bildung fasziniert hatte. Warum konnte die Stiefmutter ihre Rolle nich neu interpretieren? Oh, Sarah liebte es, wenn Jeremy von anderen Schauspielern berichtete. Sie war fest entschlossen, selbst Schuaspielerin zu werden, damit sie immer so reden konnte. Ihr Vater sprach kaum über seine Bürokollegen, und wenn er es tat, hörte es sich schrecklich öde an im Vergleich zu Jeremys schillernden Erzählungen.

Die Stiefmutter schloss die Haustür und schaute wieder einmal auf ihre Uhr, dann holte sie tief Atem und stimmte eine ihrer Klischeetiraden an.

"Sarah, du kommst eine Stunde zu spät..."
Sarah öffnete den Mund, aber ihre Stiefmutter liess sie nicht zu Wort kommen und setzte ein dünnes, humorloses Lächeln auf. " Bitte, unterbich mich nicht, Sarah. Dein Vater und ich gehren sehr selten..."

"Ihr geht jedes Wochenende aus", warf Sarah hastig ein, was ihre Stiefmutter ignorierte."

"... und ich bitte dich nur, auf Toby aufzupassen, wenn es deine Pläne nicht beeinträchtigt."
"Wie kannst du das wissen?" Sarah hatte sich halb abgewandt um ihrer Stiefmutter nicht mit übertriebener Aufmerksamkeit zu schmeicheln, und beschäftigte sich angelegentlich damit, ihr Buch auf ein Tischchen in der Diele zu legen, die Brosche zu öffnen und das Cape zusammengefaltet über ihren Arm zu hängen.

"Du  kennst meine Pläne nicht. Du fragst nie danach. "Sie musterte ihr Gesicht im Garderobenspiegel und stellte fest, dass ihre Miene kühl und gelassen wirkte, keines Wegs manieriert. Was sie anhatte, gefiel ihr - ein cremefarbenes Hemd mit weiten Ärmeln, eine lose Brokatweste, Bluejeans und ein Ledergürtel. Sie wandte sich vollends von ihrer Stiefmutter ab, um den Sitz des Hemdes zu begutachten, das lose über ihre Brüste zur Taille hinabfiel, zog es straffer nach unten und stopfte es in den Hosenbund.

Ihre Stiefmutter schaute ihr mit kalten Augen zu. " Du solltest mich informieren, wenn du ein Rendezvous hast. Ich hätte überhaupt nichts dagegen. Es ist völlig in Ordnung, wenn sich ein fünfzehnjähriges Mädchen mit Freunden trifft."

Wenn ich ein Rendezvous gehabt hätte, wärst du die letzte, die`s erfahren würde, dachte Sarah. Deine Lebensanschauung ist so manieriert - nein, ordinär.

Grimmig lächelte Sarah ihrem Spiegelbild zu. Vielleicht werde ich wirklich mal ein Rendezvous haben, aber wenn du siehst, mit wem ich mich treffe, wird dir das nicht gefallen, kein bisschen. Aber ich bezweifle, dass du ihn überhaupt sehen wirst. Du wirst nur hören, wie die Haustür hinter mir ins Schloss fällt und zum Fenster schleichen, wie immer, um deine Nase zwischen diese grauenvollen imitierten Spitzengardinen zu stecken. Aber du wirst nur die Rücklichter einer verruchten taubengrauen Limousine sehen, die hinter der Strassenecke verschwindet.

Und danach wirst du auf Illustriertenfotos von uns beiden auf den Bermudas und St. Tropez und in Benardes starren. Und du wirst überhaupt nichts dagegen tun können, trotz deiner festgefahrenen Ansichten über Schlafenszeiten, Pupertärpsychologie und meine Pflichten und die Art und Weise, wie man die Zahnpastatube von unten her aufrollt.

Oh Stiefmutter, du wirst dich grün und blau ärgern, wenn du in der Vogue von den horrenden Summen liest, die uns diverse Hollywoodproduzenten anbieten...

Sarahs Vater stieg die Treppe zur Diele herab. Er hielt Toby im Arm, der sein rotweiss gestreifter Pyjama trug, und klopfte dem Baby auf den Rücken.

"O Sarah, da bist du ja endlich", sagte er sanft. " Wir haben uns doch nur Sorgen um dich gemacht."

"Ach, lasst mich doch in Ruhe!" Aus Angst, sie könnte in Tränen ausbrechen, gab Sarah ihnen keine Gelegenheit, mit ihr zu debatieren und ihr `Vernunft` beizubringen.

Sie waren immer so vernünftig, besonders ihr Vater, so geduldig und mild, so felsenfest überzeugt, dass sie recht hatten und dass es nur ein Frage der Zeit wäre, bis sie ihren Wiederstand aufgeben und sich den elterlichen Wünschen fügen würde. Warum musste sich ihr Vater immer auf die Seite dieser Frau stellen? Ihre Mutter setzte nie diese miene schmerzlicher Toleranz auf.

Sie war eine Frau die schreien und lachen und einen umarmen und ohrfeigen konnte, und das alles innerhalb wenigen Augenblicke. Wenn sie mit Sarah stritt, flogen die Fetzen. Und fünf Minuten später war alles vergessen.

Ihre Stiefmutter hatte sich in der Diele hingesetzt, immer noch im Pelzmantel, und seufzte müde. "Ich weiss nicht, was ich noch alles tun soll. Sie behandelt mich , als wäre ich die sprichwörtliche böse Stiefmutter aus irgendeinem Märchen - was immer ich auch sage.

Ich habe es wirklich versucht, Robert."

"Nun ja..." Sarahs Vater tätschelte Toby nachdenklich. "In diesem Alter ist es ja auch schwierig, wenn man mit ansehen muss, wie einem die Mutter davonläuft.

Ich glaube, so etwas ist für jedes Kind problematisch - egal, wie alt es ist"

"Das sagst du immer. Und du hast natürlich recht. Aber wird sie sich niemals ändern?" Robert drückt Toby mit einem Arm an sich und klopfte mit der anderen Hand auf die Schuler seiner Frau.

"Ich gehe hinauf und rede mit ihr."

Wieder krachten Donnerschläge, ein Regenschauer trommelte gegen die Fenster.
Sarah floh in ihr Zimmer. Dies war der einzige sichere Ort in dieser Welt. ihrem Prinzip getreut, wanderte sie jeden Tag durch diesen Raum, um nachzusehen, ob alles so war, wie es zuvor gewesen war und wie es sein musste. Wenn ihre Stiefmutter auch nur selten hereinkam, um irgendwelche gebügelten Kleider zu bringen oder Sarah etwas mitzuteilen, konnte man ihr nicht trauen.

Es wäre typisch für diese Frau, sich einzubilden, man müsste hier Staub wischen, obwohl Sarah stets für Sauberkeit sorgte, alles hin und her zu rücken und die Sachen nicht mehr dort zu plazieren, wo sie hingehörten. Es war wichtig, eine so zerstörerische Gefahr abzuwehren.

Alle Bücher mussten immer in derselben Reihenfolge stehenbleiben, alphabetisch geordnet nach Autoren und, falls es sich um Werke vom selben Verfasser handelte, nach dem jeweiligen Zeitpunkt der Anschaffung.

Andere Regale waren mit Spielzeug und Puppen gefüllt, nach Prinzipien eingeräumt, die nur Sarah kannte. Die Gardinen mussten so hängen, dass sie, wenn Sarah im Bett lag, symmetrisch die zwei Pappel der Baumreihe flankierten, die sie vom Fenster aus sehen konnte. Der Papierkorb musste den Rand eines bestimmten Rechtecks im Pakettboden berühren. Es wäre zu gefährlich, wenn sich diese Dinge ändern würden. Sobald man der Unordnung Tür für Tür öffnete, würde dieses Zimmer nie mehr so vertraut wirken wie vorher. Die meisten Leute fürchten sich vor Einbrechern, und Sarah wusste, genau, wie man sich fühlen musste, wenn so ein Eindringling ins Haus gekommen war - so als hätte ein achtloser Fremder die kostbare Seele des Bewohners verhöhnt. Die Zugehfrau, die dreimal pro Woche im Haus saubermachte, wusste dass sie nichts im Zimmer anfassen durfte. Sarah sorgte selbst für ihr kleines Reich. Sie hatte gelernt, Steckdosen zu reparieren, Schrauben festzudrehen und Bilder aufzuhängen, so dass ihr Vater keinen Grund hatte, hereinzukommen - ausser um mit ihr zu reden.

Nun stand sie in der Mitte des Raums, die Augen gerötet, und  kaut schnüffelnd an ihrer Unterlippe. Dann ging sie zum Toilettentisch und starrte auf ein gerahmtes Foto. Ihr Vater, ihre Mutter und sie selbst, im Alter von zehn Jahren, erwiderten ihre Blicke. Wie zuversichtlich ihre Eltern auf diesem Bild lächelten... Und sie fand, das ihr eigenes Gesicht etwas zu lebhaft grinste, fast ein wenig manieriert.

Ringsum schauten andere Augen zu. Fotos und Plakate zeigten ihre Mutter in verschiedenen Kostümen, in diversen Rollen. Zeitungsauschnitte aus dem Variety klebten am Spiegel über dem Toilettentisch, priesen die schauspielerischen Leistungen ihrer Mutter oder kündigten neue Theaterstücke an, in denen sie auftreten würde. An die Wand neben dem Bett war ein Plaket geheftet, das für die neueste Aufführung warb. Darauf waren Sarahs Mutter und ihr Partner Jeremy zu sehen, Wange an Wange, Arm an Arm, mit  zuversichtlichem Lächeln. Der Fotograf hatte das Paar gut getroffen. Das Bild zeigte, wie hübsch Sarahs Mutter war und wie attraktiv Jeremy mit seinem blonden Haar und der goldenen Halskette wirkte. Unter dem Foto stand das Zitat eines Theterkritikers: `Nur selten habe ich soviel  Herzenswärme gespührt, die von der Bühne auf das Publikum herabstrahlte.` Auf dem Plakat prangten Widmungen in grossen, schwungvollen Buchstaben: `Für meinen Darling Sarah, mit all meiner Liebe, Mummy. `Und in einer anderen Handschrift: `Mit den allerbesten Wünschen, Sarah - Jeremy.`

Daneben hingen weitere Ausschnitte aus verschiedenen Zeitungen, in chronologischer Reihenfolge geordnet. Mehrere Fotoreporter hatten die beiden Stars abgelichtet, wie sie zusammen in Restaurants dinierten, zusammen auf Parties tranken und zusammen in einem kleinen Ruderboot sassen. Alle Texte drehten sich um das Thema `Romantik - nicht nur auf der Bühne.`

Immer noch schnüffelnd, ging Sarah zum Nachttisch und griff nach der Spieldose, die ihr die Mutter zum fünfzehnten Geburtstag geschenkt hatte.

Sie erinnerte sich lebhaft an jenen grossartigen Tag.

Ein Taxi hatte sie am Morgen abgeholt und nicht zum Haus ihrer Mutter gebracht, sondern zum Hafen, wo Mummy und Jeremy im alten, schwarzen Mercedes gewartet hatten. Sie waren aufs Land gefahren, um in irgendeinem Club, wo Jeremy Mitglied war und die Kellner Französisch sprachen, am Swimmingpool zu lunchen. Später hatte Jeremy im Schwimmbecken herumgealbert und so getan, als würde er ertrinken - so effektvoll, dass ein alter Mann die Warnglocke geläutet hatte.

Während der ganzen Rückfahrt hatten sie gekichert.

Im Haus ihrer Mutter hatte Sarah dann Jeremys Geschenk bekommen, ein hellblaues Festkleid. Noch am selben Abend hatte sie es getragen, als sie mit den beiden zu  einem neuen Musical gegangen war und danach in ein schwach beleuchtetes Restaurant zum Supper.

Jeremy machte bösartige Spässe über alle Künstler, die in dem Musical auftreten waren. Sarahs Mutter gab vor,  diese skandalöse Klatschsucht zu missbilligen, worauf sich Sarah und Jeremy um so heftiger ammüsierten.

Bald liefen ihnen alllen Lachtränen über die Wangen. Später tanzte Jeremy mit dem Geburtstagskind und witzelte, das Blitzlicht, das irgendwo aufflammte, könnte nur bedeuten, dass ihre Namen am nächsten Morgen in allen Klatschspalten stehen würden. Auf der Heimfahrt raste er in wildem Tempo durch die Strassen - nur um die Fotografen abzuschütteln, wei er grinsen behauptete. Und beim Abschied erhielt Sarah ein kleines Paket von ihrer Mutter, in Silberpapier gewickelt, mit einem hellblauen Band geschmückt. In ihrem Zimmer hatte sie es ausgepackt und die Spieldose darin gefunden.
Die Melodie von `Greensleeves`ertönte, eine kleine Tänzerin in einem rosa Rüschenkleid drehte Pirouetten. Ehrfürchtig schaute Sarah ihr zu, bis die Bewegungen der Figur langsamer und ruckartig wurden. Dann schaltete sie die Spieldose aus und deklamierte leise zwei Zeilen aus jenem  Gedicht, das im  Englischunterricht tiefen  Eindruck auf sie gemacht hatte.

O Körper, der sich wiegt im Takt der Musik, o Blick
voller Glanz,
welch ein Unterschied lisse sich finden zwischen Tänzer
und Tanz?

Es war so einfach, Gedichte auswendig zu lernen. Wann immer sie die Spieldose öffnete, fiel es ihr nicht schwer, sich an jene Worte zu erinnern. Eigentlich, überlegte sie, ist es viel eifacher, sich solche Verse zu  merken als sie zu vergessen. Warum bereitete es ihr dann solche Schwierigkeiten, jenen kurzen Absatz aus dem `Labyrinth` im Gedächnis zu behalten? Es war nur ein Spiel. Niemand erwartete, dass Sie diesen Text vortrug, kein Publikum ausser Merlin würde ihre Leistungen beurteilen. Es müsste ihr mühelos gelingen. Sie runzelte die Stirn. Wie durfte sie jemals hoffen, auf einer Bühne zu stehen, wenn sie sich keinen Text einprägen konnte?

Sie versuchte es wieder einmal. "Ich musste unbeschreiblichen Gefahren trotzen und zahllose Plagen auf mich nehmen, um mir den Weg zu diesem Schloss jenseits der Koboldstadt zu erkämpfen um das Kind zurückzuholen, das du gestohlen hast...". Sie hielt inne, den Blick auf das Plakat gerichtet, auf Mummys und Jeremys lächelnde Gesichter.

Vielleicht musste sie sich richtig vorbereiten, wie für einen grossen Auftritt. Ihre Mutter hatte einmal erklärt, dass man die richtigen Requisiten brauchte, wenn man eine Rolle spielte. Kostüme und Make- up und Perücken wären eherfür den Schauspieler als für das Publikum. Sie erleichterten ihm die Flucht aus dem eigenen Leben und halfen ihm,` Zugang zur Rolle zu finden`, wie Jeremy es auzudrücken pflegte. Und nach jeder Aufführung streifte man es wieder ab, wischte sozusagen eine Schiefertafel blank. Jeder Tag war ein neuer Anfang, und man schlüpfte von neuem in die Bühnengestalt.

Sarah nahm einen Lippenstift aus der Schublade ihres Toilettentischchens, strich ein wenig Farbe auf ihren Mund und presste ihn zusammen, so wiees ihre Mutter immer tat.

Das Gesicht dicht vor dem Spiegel, bemalte sie die Mundwinkel etwas stärker.
Es klopfte an der Tür, und sie hörte die Stimme ihres Vaters.
"Sarah? Kann ich mit dir reden?"
Ohne sich vom Spiegel abzuwenden, erwiederte sie: "Es gibt nichts zu besprechen." Sie wartete. Er würde nicht hereinkommen, wenn sie ihn nicht dazu aufforderte. Sicher würde er nun draussen stehen, über seine gerunzelte Stirn streichen und sich fragen, was er als nächstes sagen sollte - irgendwelche Worte, die energisch genug klangen, um diese Frau zufriedenzustellen, aber auch freundschaftlich, um seine Tochter zu beruhigen.

"Du solltes dich beeilen, sonst verpasst du die Show", meinte Sarah. "Toby hat schon zu Abend gegessen", berichtete die Stimme ihres Vaters. " Er liegt jetzt im Bett. Wenn du später mal nachsehen könntest, ob er schläft... Gegen Mitternacht sind wir wieder da.

Eine Zeit lang blieb es still vor der Tür, dann ertönten Schritte, die sich langsam und gemessen entfernten, um Sorge und Resignation auszudrücken. Er hatte alles getan, was man von ihm erwarten konnte.
Sarah kehrte dem Spiegel den Rücken und starrte anklagend auf die geschlossene Tür. "Du wolltest wirklich mit mir reden, nicht wahr?", murmelte sie. "Beinahe hättest du die Tür eingetreten." Früher wäre er nicht weggegangen, ohne ihr einen Kuss zu geben. Sie kämpfte wieder mit den Tränen. So vieles hatte sich in diesem Haus verändert...

Sie steckte den Lippenstift in die Hosentasche und wischte sich den Mund mit einem Papiertuch ab. Als sie es in den Papierkorb warf, sprang ihr etwas in die Augen - vielmehr etwas, das sich nicht am gewohnten Platz befand. Lanzelot war verschwunden.

Hastig durchsuchte sie das Regal, wo sie ihre Spielsachen aufbewahrte - Puppen, Kuscheltiere, Hunde, Affen, Soldaten und Clowns. Aber sie wusste dass es keinen Sinn hatte. Wenn der Teddybär da wäre, sässe er in seiner angestammten Ecke. Und dort sass er nicht. Die Ordnung dieses Zimmers war gestört worden. Sarahs Wangen glühten.

Sie war hier, dachte sie. Oh, wie ich sie hasse...
Draussen begann der Motor des Taxis zu dröhnen. Sarah rannte zum Fenster. "Ich hasse dich!", schrie sie.

Niemand ausser Merlin hörte es, und der konnte auch nicht mehr tun, als er ohnehin schon tat, nämlich die geschlossene Garagentüre anzubellen.

Sie wusste wo sie Lanzelot finden würde. Toby besass schon alles was sein Babyherz  ersehnen konnte, viel mehr, als Sarah jemals ihr eigen genannt hatte. Trotzdem bekam er alles, jeden Tag. Das war ein unbänderliches Gesetz.

Sarah stürmte ins Kinderzimmer. Der Teddybär lag auf dem Teppich - weggeworfen, einfach so. Sie hob ihn auf und drückte ihn an die Brust. Toby, den Bauch voll warmer Milch, war beinahe schon in seinem Bettchen eingeschlafen. Sarahs Ankunft macht ihn wieder hellwach.
Sie starrte das Baby an. "Ich hasse sie! Und ich hasse dich."

Toby begann zu weinen. Sarah erschauerte und presste Lanzelot noch fester an sich. "Oh", klagte sie, "Oh, warum rettet mich niemand? Warum bringt mich niemand weg von diesem grässlichen Ort?"

Toby brüllte nun aus Leibeskräften. Sein Gesicht lief puterrot an. Sarah jammerte, und draussen in der Garage kläffte Merlin. Das Gewitter liss einen grellen Blitz direkt über dem Haus aufzucken, ein Donnerschlag krachte. Die Fensterscheiben klirrten in ihren Rahmen, Teetassen tanzten im Küchenschrank.
"Irgendjemand soll mich endlich retten!", flehte Sarah.


"Hört doch!", sagte ein Kobold und schlug ein Auge auf.

Alle Geister rings um ihn, über ihm und unter ihm regten sich schläfrig. Ein weiteres Auge öffnete sich, noch eins und dann noch eins, lauter rissige, rote Augen. Ein paar Kobolde hatten Hörner, andere besassen spitze Zähne oder Krallenfinger. Manche trugen einzelne Teile von Rüstungen, Helme und Halsbergen, und alle hatten Schuppenfüsse, alle hatten böse Augen. Wie Kraut und Rüben lagen sie in ihrem Nest, ihrer schmutzigen Kammer im Schloss des Koboldkönigs, wo sie geschlafen hatten, und nun wurden die Augen aufgerissen, die Ohren gespitzt.

"Schon gut, seid jetzt still." Sarah versuchte sich selbst ebenso zu beruhigen wie ihren kleinen Bruder. "Was willst du? Hm? Möchtest du eine Geschichte hören? Also gut." Ohne lange zu überlegen, begann sie die Handlung des `Labyrinths`zu erzählen. "Es war einmal eine schöne junge Frau, die von ihrer Stiefmutter ständig gezwungen wurde, bei ihrem kleinen Bruder zu bleiben. Dieses Baby war ein verwöhnter Racker, der alles für sich selbst haben wollte, und die junge Frau war praktisch eine Sklavin. Was aber niemand wusste - der König der Kobolde hatte sich in sie verliebt und ihr gewisse Fähigkeiten verliehen."

Im Schloss öffneten die Kobolde ihre Augen noch weiter und lauschten aufmerksam.
Wieder flammte ein Blitz auf, Donner grollte, aber Sarah und Toby waren ruhiger geworden. "Eines Nachts", fuhr Sarah fort, "als das Baby besonders schlimm gewesen war, rief das Mädchen die Kobolde zu  Hilfe. Und sie sprachen zu ihr: `Wenn du die richtigen Worte sagst, entführen wir das Baby und bringen es in die Koboldstadt, und dann wirst du frei sein.` So lautete die Anweisung.
Die Kobolde nickten begeistert.

Toby war beinahe wieder eingeschlafen, über seine Lippen kamen nur mehr leise Protestlaute. Sarah genoss ihre eigene Erzählung und beugte sich über den Rand des Bettchens zu ihrem Bruder hinab. Sie hatte das Publikum ganz in ihren Bann gezogen. Und Lanzelot lag immer noch in ihrem Arm.

"Doch die junge Frau wusste, dass der König der Kobolde das Mädchen für immer in seinem Schloss festhalten und in einen Kobold verwandeln würde. Und so litt sie schweigend, viele Monate lang, bis sie es eines Nachts - erschöpft von der Sklavenarbeit, die sie im Haushalt leisten musste, und  über alle Massen von den undankbaren Worten ihrer Stiefmutter verletzt - nicht mehr ertrug."

Inzwischen neigte sich Sarah so tief zu dem Baby hinab, dass sie in sein kleines, rosiges Ohr wisperte. Plötzlich drehte sich Toby in seinem Bettchen um, starrte in ihre nur wenige Zentimeter entfernten Augen. Sekundenlang herrschte Stille, dann begann er grellend zu heulen.

"Oh!", Angeekelt richtete sich Sarah auf.

Nun donnerte es wieder, und Merlin bellte, so laut er nur konnte.
Sarah seufzte, runzelte die Stirn, zuckte mit den Schultern und entschied, dass es nur eine Möglichkeit gab. Sie hob Toby aus dem Bettchen, trug ihn im Zimmer umher und wiegte ihn, gemeinsam mit Lancelot, in den Armen. Die kleine Nachttischlampe warf riesige, flackernde Schatten an die Wände. "Schon gut", murmelte Sarah, "schon gut, hör jetzt zu plärren auf. Eia pupeia, und so weiter. Los, Toby, halt jetzt den Mund!"

Aber Toby wollte nicht verstummen, nur weil er ein bisschen geschaukelt wurde. Er fand, dass er einen unendlich tiefen Kummer zum Ausdruck bringen musste.
"Toby, sei jetzt still!", befahl seine Schweser in strengem Tom. "Bitte! Oder...", Sie dämpfte ihre Stimme. "Oder ich - ich spreche jene Worte aus." Sie liess ihren Blick über die Schatten an den Wänden gleiten und rief ihnen theatralisch zu: "Nein! Nein! Ich darf es nicht - ich darf es nicht sagen: "Ich wünsche - ich wünsche..."

"Hört doch!", zischte ein Kobod wieder. Jedes glühende Auge im Koboldnest war weit aufgerissen, jedes einzelne Ohr gespitzt.

Ein zweiter Kobold meinte: "Sie wird es sagen!"
"Was?",
fragte ein dummer kobold.
"Pst!", der erste Kobold belauschte Sarah mit angehaltenem Atem.
" Halt den Mund!",  fauchten die anderen Kobolde.

Im allgemeinen Tumult glaubte der erste Kobold den Verstand zu verlieren, so angespannt horchte er. "Scht!", flüsterte er und presste seine Hand auf den Mund des dummen Kobolds.

Der zweite kreischte: "RUHE!", und knuffte alle, die in seiner Nähe hockten.

"Hört  jetzt zu!", ermahnte der erste die restlichen Gefährten. "Sie wird die Worte sagen."

Endlich gelang es ihnen allen, in Schweigen zu versinken. Erwartungsvoll konzentrierten sie sich auf Sarah. Sie stand regungslos und kerzengerade da. Tobys Gebrull hatte eine solche Intensität erreicht, dass er kaum Luft bekam. Sein Gesicht war feuerrot geworden. Sein kleiner Körper in Sarahs Armen bebte vor Anstrengung. Lanzelot war wieder zu Boden gefallen. Zitternd schloss sie die Augen. "Ich halte es nicht mehr aus!", stiess sie hervor und hob das heulende Baby hoch über den Kopf, wie eine Opfergabe. Und dann begann sie zu deklamieren:

Koboldkönig!
Koboldkönig!
Wo immer du magst weilen,
Komm und hole dieses Kind,
Um mit ihm davonzueilen!

Blitze zuckten, Donnerschläge explodierten. Bedrückt senkten die Kobolde die Köpfe. "Das ist nicht richtig.", sagte der erste Kobold unglücklich. "Wo hat sie denn diesen Unsinn gelernt?", höhnte der zweite. "Das fängt nicht einmal mit `ich wünsche...`an." 

"Sch!", zischte ein dritter und ergriff die Gelegenheit, das Kommando zu übernehmen.

Sarah hielt Toby immer noch über ihrem Kopf, und das erzürnte ihn so sehr, dass er noch lauter schrie als zuvor, was sie nicht mehr für möglich gehalten hätte. Sie liess ihn herabsinken und drückte ihn an die Brust, worauf sein Gebrüll zur normalen Lautstärke zurückkehrte.
Ermattet jammerte sie: "O Toby, hör doch auf! Du kleines Monstrum! Warum muss ich das alles erdulden? Ich bin doch gar nicht für dich verantwortlich! Ich will frei sein, mein Leben geniessen. Schluss jetzt! Oh, ich wünsche - ich wünsche..." Alles wäre besser als dieser gräslliche Lärm - als ihre Wut, ihre Schuldgefühle, ihre Erschöpfung. "Ich wünschte, ich wüsste, welche Worte ich sagen muss, damit dich die Kobolde holen."

"Na also - was gibt`s denn da noch für Probleme!", rief der erste Kobold und seufzte ungeduldig. Pedantisch betonte er jede einzelne Silbe, während er sprach: "`Ich wünsche mir, dass die Kobolde kommen und dich holen -  jetzt gleich.` Nun? Das ist doch nicht so schwierig, oder?"

Im Kinderzimmer begann Sarah: "Ich wünsch - ich wünsche..." Alle Kobolde warteten angespannt und bissen sich auf die Lippen.

"Hat sie es gesagt?", fragte der dumme Kobold freudestahlen. Wie ein Mann furhen die anderen zu ihm herum. "Halt den Mund!", befahlen sie irritiert.

Tobys Tornado war kraftlos verstummt. Er holte tief Atem, dann gab er ein schwaches Wimmern von sich. Seine Augen waren geschlossen. Sarah legte ihn nicht allzu sanft in sein Bettchen zurück und deckte ihn zu. Auf Zehenspitzen schlich sie zur Tür und wollte sie hinter sich schliessen. Im selben Augenblick stiess Toby einen  unheimlichen Schrei aus, und das Gebrüll begann von neuem - diesmal heiser und deshalb noch lauter. Sarah erstarrte, die Hand auf der Klinke. "Oh!", stöhnte sie hilflos. "Ich wünschte, die Kobolde würden tatsäschlich kommen und dich holen..." Sie unterbrach sich.
Die Kobolde waren so still, dass man das Blinzeln einer Schnecke gehört hätte.

"...jetzt gleich", fügte Sarah hinzu. Im Koboldnest brach heller Jubel aus. "Sie hat es gesagt.",  Im nu waren alle Kobolde in verschiedene Richtungen verschwunden, nur der dumme sass immer noch da. Langsam breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus - bis er merkte, dass die anderen ihn verlassen hatten. "He, wartet auch mich!", rief er und versuchte in mehrere Richtungen gleichzeitig zu laufen. Dann verschwand auch er.

Blitze leuchteten auf, Donnerschläge ertönten.
Toby verstummte mit einem schrillen Schrei, und Merlin bellte, als würden sich alle Einbrecher von der ganzen Welt nähern.

 

      

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